Freiwillige
Feuerwehren haben seit ihrer Bestehen viele Veränderungen durchlebt. In
allen Situationen aber konnten sie sich zwei Eigenschaften bewahren: Es
fanden sich immer Ehrenamtliche und sie wussten sich stets allen Situationen
anzupassen. Ihre Ideale und Leitgedanken wie "Einer für alle, alle für
einen". , sind in allen Generationen gleich geblieben. Tag und Nacht stehen
Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr bereit, um in der Gemeinde, in der
Stadt oder im Landkreis die Einsätze zu fahren. Diese Ideale worden auch in
den letzten 75 Jahren von den Föhrster Feuerwehrkameraden bis indas heutige Jahr bewahrt.
In dem Protokoll der
Gründerversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Föhrste steht folgendes
geschrieben:
Am 10.
Februar 1924 hatten sich in der
Gastwirtschaft Otte 74 Männer eingefunden.
Anwesend waren
der Kreisbrandmeister Freese, der Hauptmann der FF Alfeld, Herr
Ahlborn, der Hauptmann der FF Gerzen, Herr Hartmann mit einigen
Mitgliedern.
Der
Kreisbrandmeister klärte die Anwesenden über die Einrichtungen im
Feuerlöschwesen auf. Hauptmann Hartmann schilderte ausführlich den
Werdegang der FF Gerzen und unterrichtete unter anderem über die
Beschaffung von Bekleidung und Ausrüstung.
Hauptmann Ahlborn
sprach über die Einteilung der neu einzurichtenden Wehr.
Er machte den
Vorschlag, 3 Züge zu bilden: den Spritzenzug, den Steigerzug und den
Sicherheitszug.
Vom Schriftführer
der FF Gerzen wurden die Statuten verlesen und es wurde beschlossen,
eine Kommission zu bilden, die die Satzung durcharbeitet und ergänzt.
Hierfür wurden die Anwesenden A. Fischer, H. Thielker, H. Ewe, W. Pape,
K. Brinkmann, A. Sürig, G. Westermeier, W. Kirk und R. Giesecke
gewählt. Bauer H. Möhle gab der Versammlung bekannt, das die Landwirte
die gute Sache mit besten Kräften unterstützen wollen und den Ertrag
der Jagdverpachtung von 287 Goldmark solle der Kasse der gegründeten
Feuerwehr als Grundstock zu Verfügung gestellt werden.
Hierauf
erfolgte die Wahl des Vorstandes: Hauptmann Gustav Westermeier,
Stellvertreter Wilhelm Kirk, Schriftführer und Kassierer Robert Giesecke. Am
14 Februar 1924 wurden dann die Statuten von der Mitgliederversammlung
genehmigt. Man bildete 4 Züge: Steigerzug, 1. Spritzenzug. 2. Spritzenzug und Sicherheitszug. Am 23. Februar 1924 wurde über die
Beschaffung von Bekleidungs- und Ausrüstungsgegenstände beraten und Beschluß
gefaßt. Die Ausgabe für die Ausrüstung ergab eine Summe von 800 Goldmark,
den Geldbetrag für die Röcke brachten die Mitglieder selbst auf.
Somit
war die Gründung vollzogen.
1925
wurde schon der nächste Verbandstag in Föhrste abgehalten. Dieser wurde mit
einem Zeltfest in Verbindung gebracht.
Feuerwehrverbandstag 1925 in Föhrste
1962
wurde eine neue Tragkraftspritze und 1963 das erste TSF von der Gemeinde
angeschafft und dieses 1973 durch ein Neues ersetzt.
Um die Feuerwehr auf
den neusten Stand zu halten, wurde 1970 eine Jugendfeuerwehr gegründet die
auch 1990 ihr 20- jähriges Bestehen feiern konnte.
1970
wurden dann im Stadtgebiet die Ortfeuerwehren Dehnsen und Föhrste als
Stützpunktfeuerwehren ausgewiesen. Aus diesen Grund musste in Föhrste ein
neues Feuerwehrhaus gebaut werden.
1986
war es dann so weit, das mit dem Neubau begonnen werden konnte. Am 10.Juni
1986 wurde der Grundstein gelegt und am 14. August 1986 konnte das Richtfest
gefeiert werden. Der gesamte Innenausbau und die Pflasterarbeiten wurden in
2812 Stunden Eigenarbeit geleistet. So konnte am 13. Dezember 1986 das neue
Feuerwehrhaus seiner Bestimmung übergeben werden.
Anfang 1987 wurde in
unserem neuen Feuerwehrhaus zwei Fahrzeuge der Feuerwehr Alfeld stationiert.
Zu unserem MTW kam nun noch ein LF 8 und ein Gerätewagen für
Hilfeleistungseinsätze
Im Januar
1999 konnte eine neue TS 8/8 an uns übergeben werden. Die
Neuanschaffung wurde nötig, da der über 30 Jahre alte Vorgänger unsere
Einsatzbereitschaft nicht mehr sicherstellen konnte.
Im Sommer 1999 wird
unser neuer Bus fertig gestellt. Der Vorgänger unser „BULLI“ wie er
liebevoll genannt wurde war in die Jahre gekommen so das Ersatz beschafft
werden musste. Angesichts der leeren Haushaltskassen von Alfeld sollte
dieses Fahrzeug nicht mehr ersetzt werden. In einer beispiellosen Spenden
aktion unserer Kameraden konnte im Frühjahr 1999 dann ein gebrauchter Ford
Transit beschafft und in Eigenarbeit umgebaut werden.
Am 1.Juni 2001
konnten wir ein neues Löschgruppenfahrzeug LF8/6 von der Fa. Schlingmann in
Empfang nehmen. Das neue Fahrzeug ein Mercedes Benz ersetzt ein LF8 der Fa.
Magirus Deuz aus dem Jahr 1966.
1928
Gründungsgaststätte Otte und angrenzende Scheune des Bauern Möhle werden
Opfer der Flammen.
1929 Es brennt die
Scheune auf Frankes Hof.
1933 Es brennt die
Waschküche vom Hofe Grotjahn-Däwes. Hier kamen die gerade übergebene
Motorspritze zum Einsatz.
1943 Durch
Blitzschlag brennt die Scheune des Bauern Ernst Weiberg
1944 Durch spielende
Kinder wird die Scheune von Adolf Deppe angezündet.
1949 Brennt erneut
die Scheune von Heinrich Möhle.
Ende der 60er
Zimmerbrand bei Sandvoß
1986 Wohnhausbrand
bei Lewandowski
1996
Garagenvollbrand in der Masch bei Scholz
Die Wehr wurde
aber auch durch den Besitz der Motorspritze zur nachbarlichen Löschhilfe
gerufen.
1932 Wohnungsbrand
in Imsen.
1933 Scheunenbrand
in Imsen.
1933 Wohnungsbrand
in Wispenstein.
1935 Wohnungsbrand
in Imsen.
1943 Stallbrand auf
dem Gut in Wispenstein .
1963 Scheunenbrand
in Gerzen.
1987 Brand auf dem
Sägeplatz in Wispenstein
Auch zu zahlreichen
Hilfeleistungen wurde die Wehr gerufen.
Im März 1945 wo bei
Hochwasser das ganze Unterdorf unter Wasser stand. Dann die Wolkenbrüche die
bei uns großen Schaden anrichteten.
1983 gleich 2 mal am
16. Maiund am 24. Juli mit einer Heftigkeit das die Feuerwehr mit der
Unterstützungaller Ortsfeuerwehren der Stadt Alfeld 2 Tage benötigte, um die
Alfelder Straße und Wispensteiner Straße von den Schlammassen zu befreien.
Genau 10 Jahre
später im Mai 1993 standen wieder Alfelder und Wispensteiner Straße unter
Wasser.
Auch am 3. Juli 2008
tobte ein schweres Unwetter über Föhrste innerhalb einer Stunde sind 100
Liter Regen auf den Quadratmeter gefallen. Zahlreiche Keller und Straßen
waren überflutet
Auch der Montag 08. Juni 1970, soll nicht unerwähnt
bleiben. Nach dem Damenumzug des SchützenfestesFöhrste, heultendie
Sirenen. In Wispenstein war ein D-Zug entgleist. Es wurde in Zusammenarbeit
mit dem DRK die Verletzten geborgen und in die umliegenden Krankenhäuser
gebracht.